Christenverfolgung
In Afghanistan hat sich die Situation für die wenigen Christen dramatisch verschärft.
Der stellvertretende Parlamentspräsident Abdul Satter Khowasi hat die Festnahme und öffentliche Hinrichtung von Menschen gefordert, die vom Islam zum Christentum übergetreten sind.
Zuvor hatte der private Fernsehsender Noorin TV einen Bericht ausgestrahlt, in dem ein wegen seines Übertritts zum Christentum inhaftierter Mann vorgeführt und genötigt wurde, seinen Glaubenswechsel zu widerrufen. Dazu wurden Bilder von christlichen Gottesdiensten gezeigt. Der Film wurde von anderen Sendern verbreitet.
Bei einer Demonstration an der Universität von Kabul sprachen Studenten Todesdrohungen aus und forderten die Ausweisung von Ausländern, die beim Missionieren beobachtet worden sind. In einer hitzigen Parlamentsdebatte wurde die Bevölkerung aufgerufen, Christen zu denunzieren.
Viele Christen sind nun untergetaucht, andere aus dem Land geflohen. Ein Christ wurde festgenommen; zwei weitere werden vermisst.
Quelle: idea, OpenDoors
