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Gottes Sicht über die Ökumene

Gerold | | gerade aktuell

Die Verführung zum Abfall schreitet voran. Vortrag von Hartwig Henkel.

Können wir uns Paulus und die anderen Apostel vorstellen, wie sie mit Menschen, die sich Christen nennen und gleichzeitig die Göttlichkeit Christi oder die göttliche Inspiration des Wortes Gottes leugnen, ein Bündnis eingehen und zusammen mit diesen Feinden der Wahrheit das Reich Gottes bauen? Hätte er ihnen zugestanden, sie lieben auch den Herrn und wollen nichts anderes, als Ihm von ganzem Herzen dienen? Warum nicht? Für die Apostel war Glaube an Jesus Christus niemals zu trennen von Gottes Forderung und unsere Bereitschaft, Ihm in allen Dingen zu gehorchen. Die Gebote und Ordnungen Gottes waren für sie nicht verhandelbar.

Ökumene bedeutet, einander widersprechende Lehren vom Glauben gleichberechtigt nebeneinander stehen zu lassen.
Einheit in der Verschiedenheit nennt man das. Auch wenn Pluralismus ein wichtiges Prinzip unserer Gesellschaft ist, bei Gott gibt es in der Wahrheitsfrage keinen Pluralismus. Er hat Seine Meinung, die Wahrheit, und lässt widersprechende Sichtweisen nicht großmütig und tolerant stehen, sondern bezeichnet sie, als das, was sie sind: Lügen, die zerstörerische Auswirkungen haben auf diejenigen, die sie annehmen. Was passiert mit der Wahrheit, wenn man sie mit Lüge mischt? Sie ist nicht länger die reine Wahrheit. Jesus warnte Seine Jünger vor dem Sauerteig der Pharisäer und meinte damit ihre Lehre. Wenn ein wenig Sauerteig unter das Mehl gemischt wird, wird es das gesamte Mehl durchsetzen und verändern. Deshalb dürfen wir nicht Wahrheit mit Lüge vermischen. Vermischung führt zu Verwirrung und Spaltung und Kraftlosigkeit der Gemeinde. 
Weil Treue zu Jesus zuallererst darin besteht, an Seinem Wort festzuhalten  (Offenbarung 3,8 und Johannes 8,31-32), werden treue Gläubige eine Verwässerung und Relativierung des Wortes Gottes nicht hinnehmen, dagegen protestieren. Die Gläubigen, denen in der Reformationszeit die Treue zum Wort Gottes wichtiger war als die Bindung an die römisch-katholische Kirche und sich deshalb von den Verdrehungen der katholischen Lehre distanzierten, wurden Protestanten genannt. Wenn die Lügen und Verdrehungen Roms heute die gleichen und zum Teil noch Schlimmere sind als damals, warum wollen dann Protestanten diese falschen Lehren der Katholischen Kirche heute mit Liebe und Toleranz zudecken?
Um eine Gott wohlgefällige Haltung zur Ökumene einnehmen zu können, müssen wir zunächst einige zu Grunde liegende Fragen beantworten, anstatt uns Kurzschluss artig von Gedanken der Einheit oder der Liebe leiten zu lassen: Was ist das wahre Evangelium? Was ist ein wahrer Gläubiger? Was ist eine wahre Gemeinde? Das Evangelium in kürzester Form ist die Botschaft des einen, wahren Gottes an die Menschen, dass sie durch die Sünde von Ihm getrennt und verloren sind, dass Gott in Seiner Gnade auf die Erde kam und als Mensch von einer Jungfrau geboren wurde, stellvertretend für uns vom himmlischen Vater für unsere Sünden bestraft wurde, starb und körperlich wieder auferstand und vom Himmel als Richter und König auf die Erde zurückkommen wird. Jeder Mensch, der dieser Botschaft Glauben schenkt und sich von seinem sündigen Leben der Selbstsucht, Unabhängigkeit und Rebellion gegen Gott abkehrt und der Herrschaft Christi unterstellt, wird durch einen göttlichen Gnadenakt von neuem geboren, bekommt einen neuen Geist und wird so per Geburt ein Kind Gottes. Um in das Reich Gottes hineinzukommen, muss man von neuem geboren werden. Kein religiöser Akt einer Kirche kann dies bewerkstelligen. Nicht eine Kirche rettet, sondern die persönliche Hinwendung zum alleinigen Retter Jesus Christus (siehe Johannes 3,3 / Johannes 1,12 und Apostelgeschichte 2,38) Die von Gott gegebene Aufgabe der Kinder Gottes besteht darin, Ihn zu verherrlichen, immer klarer in allen Lebensbereichen in die göttlichen Ordnungen zu kommen. Die Nachfolge Christi kann nur dann gelingen, wenn der Gläubige sich treu an das Wort Gottes hält. Das Leben eines Jüngers besteht darin, der Wahrheit zu gehorchen. (Galater 3,1 und Galater 5,7)
Die wahre Gemeinde besteht aus Menschen, die durch Buße und Glauben von neuem geboren sind. Deshalb ist eine Glaubensgemeinschaft, die Menschen als Baby durch ein religiöses Ritual als ihre Mitglieder aufnimmt und sie danach als Christen bezeichnet, keine Gemeinde im Sinne Gottes, sondern ein teuflisches Imitat, das nur Verwirrung und Spaltung hervorbringt.

Ein wahrer Gläubiger, ein Jünger Jesu, erkennt Jesus Christus und Seine Worte als oberste Instanz in seinem Leben an. (Johannes 8,31-32 und 1.Thessalonicher 4,1). Er steht unter der Verpflichtung, sich von denen abzusondern, die sich gläubig nennen, aber dem Wort Gottes nicht gehorchen wollen und es verdrehen. Dies ist, neben vielen anderen, ein wichtiger Aspekt der Liebe zu Gott. Wer Lügen über Gott und Seine Ordnungen als richtige Glaubensgrundsätze ausgibt, liebt nicht den Herrn und auch nicht die Menschen. Er befindet sich in einer religiösen Täuschung und wird auch andere täuschen. Deshalb sind die Ermahnungen der Apostel so eindeutig und entschieden, was falsche Lehre betrifft.

Quelle:  Hartwig Henkel, Warum gegen Ökumene

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